Schützenkönige & Kaiser

Könige

Der Titel Schützenkönig stammt aus der Tradition des Bürgerschützenwesens. Zur Ermittlung eines neuen Schützenkönigs gibt es keine einheitlichen Regularien, sondern jeder Schützenverein legt diese selbst fest. Das Schießen um den Königstitel wird in der Regel während eines Schützenfestes durchgeführt. Für die anschließende Proklamation des neuen Schützenkönigs wird dieser von seinem Zuhause oder einem örtlichen Gasthof samt seinem Hofstaat abgeholt und in einem großen Umzug zum Festplatz oder zum Festzelt begleitet. Die Feierlichkeiten des Schützenfestes können mehrere Tage andauern.

 Genaue Erklärung des Schützenkönigs                                                                                                                                                                                                                                         Könige der SG Germania          



                                                                                                                                                                                                               

Kaiser

Der Schützenkaiser wird alle fünf Jahre auf einen Holzadler ausgeschossen. Der Kaiser hat keine Ritter. Zugelassen sind alle Mitglieder der SG-Germania, die schon einmal Schützenkönig waren.

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                            Kaiser der SG Germania




Geschichte des Vereins

Gegründet am 11.September 1861 war die SG-Germania fast ausschließlich ein Treffpunkt für reiche Kaufleute, Industrielle und wohlhabende Handwerker der Gemeinde Grenzhausen. Waffen, Kugeln und Schießpulver waren schon damals sehr teuer.

Im Jahre 1875 begann der damalige Verein mit der Planung des ersten Schützenhauses „An der Linde“ in der nähe des heutigen Rastplatzes Grenzau an der A48. Bis 1904 hatten sich die Hierarchien so ausgebildet, dass erstmalig der Vorsitzende – ganz im preußischen Stile – als “Hauptmann” bezeichnet wurde. 1904 erfolgte der Beitritt zum Rheinischen Schützenbund, in dem die SG-Germania bis heute Mitglied ist. Am 16.02.1912 erfolgte die Eintragung der Schützengesellschaft Germania in das Vereinsregister. Seit dem trägt der Verein den Zusatz e.V. Im Frühjahr 1912 feierte die SG-Germania ihr erstes Schützenfest. Der erste Schützenkönig wurde Heinrich Kramann.

1913 Baute die SG ihre erste Schießhalle „An der Linde“. Als der erste Weltkrieg zwischen 1914 und 1918 wütete erstarb das Vereinsleben fast völlig.  Am 02.02.1919 trafen sich die damaligen Mitglieder der SG erstmalig nach dem Krieg. Da der Schießstand zunächst als Übungsgelände der amerikanischen Besatzer und die Genehmigung des Schießbetriebs durch die französische Verwaltung 11 Jahre lang verzögert wurde, konnten unsere „Alt-Germanen“ erst 1929 wieder mit dem sportlichen Schießbetrieb anfangen.

1931 Veranstaltete die SG-Germania das erste Schützenfest nach dem ersten Weltkrieg. Die Königskette aus purem Silber wurde vermutlich vom damaligen Schützenkönig Oskar Corcilius gestiftet. 1936 musste die SG eine neue Fahne anschaffen. Die Alte Fahne (Schwarz – Rot – Gold) wurde von den Nazis nicht mehr geduldet und am Ende des zweiten Weltkrieges von einem amerikanischen Soldaten als „Souvenir“ mitgenommen. Auch die neue Fahne konnte nur durch den beherzten Einsatz von Grete Menningen einem Amerikaner vom Panzer entrissen werden, der diese vermutlich als Souvenir in seine Heimat mitnehmen wollte. Diese Fahne führt uns seit dem bei Paraden und Umzügen an.

Durch den Ausbau der Autobahn A48 1939 konnte die Schießanlage „An der Linde“ nicht mehr genutzt werden. Am 05.04.1952 fand die erste Zusammenkunft nach dem zweiten Weltkrieg statt. Doch wohin? Das alte Schützenhaus war weg.

1953 erwirkte der Vorstand der SG-Germania die Erlaubnis auf dem stillgelegten Steinbruch an der grenzauer Landstraße ein Schützenhaus zu bauen. 1958 wurde der alte Schießplatz „An der Linde“ verkauft und der “grenzauer” Steinbruch als Eigentum erworben. 1959 Begann der Bau des heutigen Schützenhauses mit verschiedenen Schießständen und einer Gaststube. Fast 100 Jahre nach der Gründung wurde die SG unter dem neuen Namen

„Schützengesellschaft Germania Grenzhausen 1861 e.V. Höhr-Grenzhausen“ 


am 25.08.1961 ins Vereinsregister eingetragen. 1967 wurde das Schützenhaus um den Festsaal erweitert, der, u.a., als Schießstand für Luftdruckwaffen heute noch genutzt werden kann. Der zweite Pistolenstand wurde 1972 in Eigenleistung errichtet seit dem ist es möglich auch größere Wettkämpfe mit Kurzwaffen auszuschießen. Die Gehwege, der Parkplatz und der Biergarten wurden 1974 befestigt. Die 1974 auf den Weg gebrachte Satzungsänderung, nach der Damen auch „ordendliche Mitglieder“ werden konnten wurde 1978 bestätigt. 1979 bekam die SG-Germania ihr neues Logo.